Ökumene – Gemeinsam glauben, gemeinsam hoffen

Christus verbindet – über Konfessionen, Sprachen und Kulturen hinweg. In der Ökumene begegnen wir einander nicht als Fremde, sondern als Geschwister im Glauben. Wir teilen, was uns eint: das Evangelium, das Gebet, die Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit.

 

In unserer Pfarrei leben wir Ökumene als geistliche Gastfreundschaft. Menschen aus verschiedenen christlichen Traditionen sind bei uns willkommen – zum Mitfeiern, Mitdenken, Mitgestalten. Wir suchen nicht die Unterschiede, sondern die Tiefe, die entsteht, wenn Vielfalt sich gegenseitig bereichert.

 

Wie das japanische Symbol des Wa – Harmonie, die nicht Uniformität meint, sondern ein achtsames Miteinander – so verstehen wir ökumenische Gemeinschaft: als Raum, in dem jede Stimme zählt und jeder Glaube geachtet wird.

 

Wir pflegen besonderen Kontakt zur ev. Kreuzkirche Gotanda, der deutschsprachig-evangelischen Gemeinde in Tokyo-Yokohama. Gemeinsam feiern wir Gottesdienste, laden zu Gesprächen und Begegnungen ein. Denn Kirche ist mehr als ein Gebäude – sie ist ein Netz aus Beziehungen, getragen vom Geist Gottes.

 

Wenn Sie Interesse an ökumenischer Zusammenarbeit haben oder einfach neugierig sind, wie christliche Vielfalt in Japan gelebt wird: Kommen Sie vorbei. Wir freuen uns auf den Dialog – und auf das, was daraus wächst.


Christmas Carols by Candlelight

Advents- und Weihnachtslieder zum Mitsingen und Mitspielen


In ökumenischer Verbundenheit laden die beiden deutschsprachigen Kirchengemeinden in Tokyo – die Evangelische Kreuzkirche und die Katholische Gemeinde St. Michael – herzlich ein zu einem stimmungsvollen Adventsabend im Kerzenschein.

 

Ein besonderes Highlight: Der neu gegründete ökumenische MichaelChor wird ebenfalls auftreten und die Feier mit festlichen Liedern bereichern. Gemeinsam mit allen Gästen erklingen vertraute Advents- und Weihnachtslieder – zum Zuhören, Mitsingen und Mitspielen.

 

Kinder und Erwachsene, Musiker:innen und Zuhörer:innen – alle sind willkommen, mitzusingen und mitzuspielen – bringen Sie gerne ihr eigenes Instrument mit in die Kirche. Ein Abend der Begegnung, der Musik und des Lichts – getragen von der Freude auf Weihnachten und der Gemeinschaft über konfessionelle Grenzen hinweg.

 

Freitag, 12. Dezember, 18.00 Uhr – in der Kreuzkirche in Gotanda


Neuer Ökumenischer Gruß - Ein Kalender durch Advent und Weihnachtszeit

Wir laden herzlich ein, die neue Ausgabe unseres "Ökumenischen Grußes" zu entdecken. Es ist wie ein Kalender gestaltet und begleitet uns von Adventsbeginn bis zur Sternsingeraktion.

 

Was Sie erwartet:

  • Terminübersicht: Alle wichtigen Veranstaltungen und Gottesdienste im Überblick
  • Artikel zu besonderen Tagen und Themen: Vertiefende Beiträge, die einzelne Stationen der Advents- und Weihnachtszeit beleuchten
  • Grußworte unserer Pfarrer: Ein adventlicher Impuls und ein Weihnachtsgruß, die uns geistlich einstimmen und begleiten

Das Magazin möchte Orientierung geben, Inspiration schenken und die Vielfalt unserer ökumenischen Gemeinschaft sichtbar machen. Es ist ein Wegweiser durch die festliche Zeit – von der ersten Kerze am Adventskranz bis zum Segen der Sternsinger.

 

Der Ökumenische Gruß ist ab sofort hier auf der Homepage verfügbar. Einfach die Bilder anklicken. Wir freuen uns, wenn viele Leserinnen und Leser diesen besonderen Kalender nutzen und sich von den Texten und Terminen bereichern lassen.


Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag

Herzlich laden wir Sie zum ökumenischen Gottesdienst am Buß- und Bettag ein. 

In einer Zeit, die oft von Unruhe und Belastung geprägt ist, lädt dieser Gottesdienst ein, zur Ruhe zu kommen, Schuld zu bedenken und sich neu Gott zuzuwenden. Wir singen Lieder aus Taizé, beten miteinander und halten Momente der Stille. 

In der Beichte halten wir inne, schauen auf das, was schwer geworden ist, und hören die befreiende Zusage von Gottes Vergebung.

Mittwoch, 19. November 2025, um 19.00 Uhr in der Kreuzkirche in Gotanda.


Ökumenischer MichaelChor — Einladung zum Mitsingen

Der neue, ökumenisch ausgerichtete MichaelChor lädt alle Singfreudigen herzlich ein: Wir proben wöchentlich mittwochs von 19:00–20:30 in der katholischen Kirche St. Michael in Nakameguro unter der Leitung von Mert Solmaz. Jede Probe enthält eine Einheit zur Stimmbildung; wir singen meist vierstimmig und arbeiten am Zusammenspiel mit Orgel- oder Klavierbegleitung. Unser Repertoire reicht über verschiedene Epochen und Genres und umfasst Stücke in Deutsch, Englisch, Japanisch (mit Romaji‑Umschrift), Italienisch und Latein.

Der erste Auftritt findet am 2. Advent, Sonntag, 7. Dezember 2025, statt: Im Familiengottesdienst zum Nikolaustag tritt der MichaelChor mit 4–5 musikalischen Beiträgen auf. Zur Vorbereitung ist eine längere Probe an einem Samstag geplant – der Termin wird gemeinsam im MichaelChor vereinbart.

Der ökumenische MichaelChor ist offen für alle Stimmen sowie für Sängerinnen und Sänger mit und ohne Chorerfahrung. Wer Freude am gemeinsamen Singen hat und den Klang mehrstimmiger Chormusik erleben möchte, ist herzlich eingeladen, an einem Mittwochabend vorbeizukommen; Notenmaterial wird gestellt.

 

Mert Solmaz (*1994) ist Pianist und Korrepetitor mit internationaler Ausbildung und umfangreicher Erfahrung in Liedbegleitung und zeitgenössischer Musik. Seine pianistische Ausbildung begann im Alter von neun Jahren an der Universität Trakya. Studien am Mimar Sinan Konservatorium in Istanbul führten ihn 2013 als Stipendiat an das Konservatorium Santa Cecilia in Rom, wo er 2019 mit Auszeichnung (110/110) graduierte. Er nahm an renommierten Meisterkursen teil, konzertierte in bedeutenden Sälen in Rom und Salzburg, gewann mehrere Klavierwettbewerbe in Italien und arbeitete als Korrepetitor sowie Begleiter für Liedklassen. Seit 2018 begleitet er Studierende am Santa Cecilia, engagiert sich in Bildungsprojekten und gründete 2019 das Ensemble Flaneur, das sich der Aufführung und Kontextualisierung von Werken insbesondere von Komponistinnen widmet.


ökumen. Gottesdienst zum Tag der Schöpfung am 6.09.2025 in der deutschen evang. Gemeinde Kreuzkirche


NHK berichtet vom ökumenischen Gottesdienst in Tokyo

Links: Pfarrer Andreas Latz (ev.) bei einem Interview für das NHK. Rechts: Pfarrer Mirco Quint (kath.) bei seiner Predigt innerhalb des Gottesdienstes
Links: Pfarrer Andreas Latz (ev.) bei einem Interview für das NHK. Rechts: Pfarrer Mirco Quint (kath.) bei seiner Predigt innerhalb des Gottesdienstes

Vor 35 Jahren fiel die Berliner Mauer: „Freiheit und Demokratie verteidigen“

 

Am 9. November, 35 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, die ein Symbol des Kalten Krieges zwischen Ost- und Westdeutschland war, fand in Berlin eine Gedenkfeier statt, bei der die Bürger ihre Entschlossenheit zum Ausdruck brachten, die Werte der Freiheit und Demokratie zu schützen, die sich infolge des Mauerfalls verbreitet haben.

 

Die Berliner Mauer wurde vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Ost- und Westblock nach dem Zweiten Weltkrieg um den 160 km langen Umkreis West-Berlins herum errichtet und fiel am 9. November 1989 als Reaktion auf die wachsende Bürgerrechtsbewegung in Ostdeutschland, die Demokratie forderte.

 

Vor dem Brandenburger Tor, das einst von der Mauer umgeben war, wurden von Bürgern zum Gedenken an den 35. Jahrestag gezeichnete Plakate mit Botschaften wie „Steh auf und werde eins“ und „Wir suchen Frieden“ ausgestellt, die zur Einheit für Freiheit, Demokratie und Frieden aufriefen, die mit dem Fall der Mauer entstanden waren.

 

Heute 35, Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer leben wir in einer Zeit der Unsicherheit, voller Wut und Angst. Wir dürfen nicht vergessen, dass Freiheit, wie damals für die Menschen in Ostdeutschland, kein Geschenk ist, sondern etwas, wofür man kämpfen muss. Heute ist ein Tag, an dem wir über die Notwendigkeit von Freiheit und Demokratie nachdenken sollten.

 

Die Globalisierung der heutigen Welt zeig uns, dass wir nicht nur kooperieren, sondern auch Verantwortung übernehmen müssen. Gerade in den deutschsprachigen Gemeinden und Pfarreien im Ausland ist die Sensibilität für eine solche notwendige Kooperation und Kommunikation zwischen den Nationen wachsam. In diesen Gemeinden und Pfarreien wird die Haltung eingenommen, den eigenen kulturellen Horizont zu weiten.

 

Weltweit können und müssen wir leider immer wieder beobachten, dass die Kluft zwischen denen, die eine auf Freiheit und Demokratie basierende Ordnung aufbauen wollen, und den Großmächten, die mehr daran interessiert sind, die Welt in Einflusssphären aufzuteilen, größer wird. Unsere Aufgabe als deutschsprachige Gemeinden und Pfarreien im Ausland sollte es daher sein, immer wieder in unseren Gastgeberländern zu erklären, warum wir die Menschenrechte und den Frieden schätzen, die beide durch die deutsche Wiedervereinigung zu einem hohen Gut für uns in Deutschland, in Europa und für uns Deutsche im europäischen Ausland gewachsen ist.

 

Anlässlich des Jahrestages zum Fall der Berliner Mauer vor 35 Jahren Berichtete das NHK (das erste nationale Fernsehanstalt in Japan) in seinen Hauptnachrichten von dem ökumenischen Gottesdienst der beiden deutschsprachigen katholischen und evangelischen Gemeinde in Tokyo. Dieser regte dazu an, über die Geschichte der Teilung von Ost und West nachzudenken und die Bedeutung des Friedens zu würdigen. 


Lass jubeln alle Bäume des Waldes

Ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Schöpfung 2024

 

Erstmals laden wir – die ev. Kreuzkirche Gotanda und die Katholische Pfarrei Deutscher Sprache in Japan (St. Michael Nakameguro) – zu einem ökumenischen Gottesdienst anlässlich des „Tag der Schöpfung 2024“ ein. In konfessionsverbindender Weise blicken wir dabei auf das diesjährige Motto: „Lass jubeln alle Bäume des Waldes.“

 

Der ökumenische Gottesdienst beginnt am Freitag, 6. September 2024, um 18.00 Uhr, in der ev. Kreuzkirche Gotanda und wird gemeinsam von den beiden Pfarrern Andreas Latz (ev.) und Mirco Quint (kath.) gefeiert. Herzliche Einladung.

 

Das Motto des diesjährigen „Tag der Schöpfung“ lehnt sich an den alttestamentlichen Psalm 96,12 an: „Jubeln sollen alle Bäume des Waldes“. Es ruft in Bewusstsein, dass den Wäldern in der aktuellen Zeit wenig Grund zum Jubeln gegeben wird.

 

Das Ökosystem Wald ist einer der größten und wichtigsten Faktoren für die Schöpfungsbewahrung. Wälder sind vielfältig und bieten Lebensraum für eine Menge verschiedener Arten, sie spielen eine entscheidende Rolle in der Sauerstoffproduktion und sind eine der wichtigsten natürlichen Kohlenstoffsenken. Stürme, Dürren oder Ungezieferplagen in Folgen des Klimawandels haben dem Wald in der Vergangenheit zugesetzt, daran leiden Menschen, Tiere und Pflanzen.

 

Nach dem Gottesdienst besteht die Gelegenheit zur Begegnung und zum Gespräch. 


Einführung von Pfarrer Latz in der Kreuzkirche

Am Sonntag, 27. Oktober wurde Andreas Latz offiziell als Pfarrer der ev. Kreuzkirche eingeführt.

 

Der Festgottesdienst im ökumenischen Geist wurde liturgisch gestaltet von Frau Oberkirchenräten Ute Hedrich aus der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). 

 

Im Anschluss lud die Gemeinde zu einem Empfang mit der Möglichkeit zu Austausch und Gespräch ein.

 

Die Kreuzkirchengemeinde freut sich mit Pfarrer Andreas Latz gemeinsam einen Neubeginn zu wagen und gleichzeitig die Tradition der Gemeinde ausgewogen in die Zukunft zu tragen. Seien Sie sehr herzlich willkommen!

 

Auch wir als katholische Gemeinde freuen uns sehr mit Pfarrer Latz einen für die Ökumene offenen Pfarrer in der evangelischen Schwesternkirche zu haben.