„Behütet und gesegnet“ – Hinamatsuri

„Behütet und gesegnet“ – Hinamatsuri

von Pfarrer Mirco Quint

 

Am 3. März feiert Japan das Hinamatsuri, das Mädchenfest. Familien stellen kunstvolle Puppen auf, die in prächtigen Gewändern den kaiserlichen Hof darstellen. Ursprünglich hatten diese Puppen eine Schutzfunktion: Sie sollten Unheil aufnehmen und böse Geister fernhalten. Mancherorts wurden sie sogar ins Wasser gesetzt, damit sie das Böse forttragen. Heute ist das Fest ein Ausdruck der Freude über das Leben der Kinder und ein

Gebet für ihr Wohlergehen.

 

Für uns Christen kann dieses Fest ein schönes Bild für Gottes Fürsorge sein. Auch wir vertrauen darauf, dass Gott seine Kinder behütet. Jesus selbst stellte ein Kind in die Mitte und sagte: „Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf“ (Mk 9,37). Kinder sind nicht nur Schutzbedürftige, sondern auch Träger der Gegenwart Gottes.

 

Das Hinamatsuri erinnert uns daran, dass wir Verantwortung tragen: für die Kinder in unseren Familien, in unseren Gemeinden, in unserer Gesellschaft. Sie brauchen nicht nur äußeren Schutz, sondern auch Räume, in denen sie wachsen, glauben, hoffen und lieben können. So wie die Puppen symbolisch das Böse fernhalten, dürfen wir als Kirche Zeichen setzen, die Kinder stärken: durch Zuwendung, durch Bildung, durch Gebet. Wir laden Gottes Segen ein über ihre Wege – und wir wissen: In jedem Kind begegnet uns Christus selbst.

 

Möge dieser März uns neu bewusst machen, dass Kinder nicht nur Zukunft sind, sondern Gegenwart Gottes mitten unter uns.

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Kommentare: 1
  • #1

    Peter (Mittwoch, 04 März 2026 03:00)

    Tolle Verbindung der Kulturen und schönes Resümee ...