Impuls zum Sonntag von Pfarrer Mirco Quint

 

06. SONNTAG DER OSTERZEIT (C) 2022
Liebe Freunde von St. Michael!
Mit Krisen kennt sich die Kirche aus. Haben die ersten Kapitel der Apostelgeschichte die große Harmonie und Einigkeit der jungen Gemeinde in Jerusalem geschildert, so erzählen wenige Kapitel später vom Streit des Paulus und des Barnabas mit den Vertretern der Gemeinde in Jerusalem. Der Konflikt entwickelt sich zum handfesten Streit.
Erstaunlich nüchtern, knapp und unaufgeregt schildert die Lesung des anstehenden Sonntags den Umgang mit diesem Konflikt: Der Konflikt wird offen angesprochen, es wird eine repräsentative Gruppe nach Jerusalem gesandt, die dort einen Kompromiss erarbeitet, der wiederum von Männern mit entsprechendem Auftrag und Autorität der Gemeinde in Antiochien mitgeteilt wird.
Das erste Konzil wurde abgehalten: das sogenannte Apostelkonzil. Dieses hat – rückblickend betrachtet – die Grundlage gelegt für eine weltweite Verbreitung des christlichen Glaubens.
Mit Krisen kennt sich die Kirche aus – und doch erleben wir unsere Kirche heute eher hilflos, taktierend, so dass sich viele abwenden, denen persönlich der Glaube an Jesus Christus wichtig ist und den sie in dieser Kirche nicht mehr finden, nicht mehr leben können.
Der tschechische Theologe Tomáš Halík hat kürzlich neu auf den Begriff der Katholizität hingewiesen, die als Eigenschaft der Kirche im Glaubensbekenntnis genannt ist. Sie meint die Kirche, die den ganzen Erdkreis umfasst, die Kirche, die aus der Entscheidung des Apostelkonzils erwachsen ist. Gesichtspunkte dieser Entscheidung sollen den Weg und die Gestalt der Kirche in dieser Welt bestimmen: Respekt vor den unterschiedlichen Prägungen kultureller und ethnischer Art; Aufmerksamkeit und Schutz für das, was über Verschiedenheiten hinweg verbindet. Katholizität als Einheit in Vielheit, die sich immer wieder an der Frage misst: Wieviel Einheit ist nötig und wieviel Verschiedenheit ist möglich? Im Vertrauen darauf, dass auf alle „die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen“ wird – unfassbar und wahr, damals wie heute.
Ihr und euer Pfarrer Mirco Quint. 
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FAMILIENWALLFAHRT am 28. Mai
Um „Die himmlische Jungfrau und der fünfköpfigen Drache“ geht es in der Legende, die die Entstehungsgeschichte von Enoshima in Erinnerung hält. Am Samstag, den 28. Mai werden wir uns auf die Spuren dieser Legende begeben und die kleine Insel Enoshima mit einem anderen Blick betrachten lernen. Maria, unsere himmlische Frau, wird uns dabei Pate sein.
Die WallfahrtsMesse in der Kirche St. Joseph Katase-Enoshima feiern wir um 11.00 Uhr. Stationen mit Impulsen führen uns dann gemeinsam auf die Insel Enoshima. Einen gemeinsamen Abschluss halten wir gegen 14.00 Uhr an der Drachenhöhle von Enoshima.
Für ein gemeinsames Picknick sind alle herzlich eingeladen, etwas beizutragen. 
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An jedem zweiten Dienstag des Monats um 19 Uhr in St.Michael

"Selig sind die, die das Wort Gottes hören und es befolgen" (Lk 11,28)

Wir denken über die Worte im Evangelium des Tages nach und tauschen uns gedanklich aus.

An manchen Abenden laden wir auch vorher zum Rosenkranzgebet ein.

 

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Unsere sonntäglichen Messen auf dem YouTube-Kanal „Sankt Michael Tokyo" jetzt auch im Livestream  https://youtube.com/channel/UC4HbegeAaeWfHG7zRshQ2sA

 

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OAG Vortrag am 23.3.2022 zur Ausstellung in St. Michael:  "Kreuzweg" und "Werke der Barmherzigkeit"

Reduktion - zwei Positionen künstlerischer Auseinandersetzung Michael W. Schneider im Gespräch mit Felix Dieckmann und Josef Linschinger   

https://vimeo.com/691687389